Zum Inhalt springen

NIU NQi Sport MY26: Der Klassiker ist zurück – und technisch kaum wiederzuerkennen

Der NIU NQi Sport gehört für uns zu den Modellen, die den typischen NIU-Look über viele Jahre geprägt haben. Klassische Rollerform, kompakte Abmessungen, herausnehmbarer Akku und ein elektrischer Antrieb für den täglichen Weg durch die Stadt – eigentlich ein bekanntes Konzept. Beim NIU NQi Sport MY26 hat NIU dieses Konzept allerdings deutlich weiterentwickelt. Und damit meinen wir nicht nur ein neues Display oder ein paar zusätzliche Softwarefunktionen. Der neue NQi Sport bekommt ein leistungsfähigeres 72-Volt-System, eine erheblich stärkere Motorisierung, die Möglichkeit für einen zweiten Akku, ein komplett modernisiertes Cockpit und zahlreiche Assistenz- und Komfortfunktionen, die man bisher eher aus höher positionierten Modellen kannte. Für uns ist deshalb ziemlich klar: Wer den bisherigen NQi Sport kennt, sollte das Modelljahr 2026 nicht einfach als normalen Modellwechsel betrachten, denn hier hat sich tatsächlich einiges getan.

Eine der wichtigsten Änderungen steckt dort, wo man sie zunächst gar nicht sieht. Der neue NQi Sport arbeitet mit einem 72-Volt-System und erreicht eine maximale Leistung von bis zu 3,8 kW. Gerade bei einem Elektroroller ist allerdings nicht nur die Zahl auf dem Datenblatt entscheidend, sondern auch, wie schnell Leistung und Drehmoment tatsächlich zur Verfügung stehen. Genau hier spielt ein Elektromotor seinen typischen Vorteil aus, denn beim Anfahren steht die Kraft praktisch unmittelbar zur Verfügung. NIU gibt für den Sprint von 0 auf 45 km/h rund 4,46 Sekunden an. Für einen Roller der 45-km/h-Klasse ist das ordentlich und im Alltag bedeutet das vor allem, dass man an einer Ampel zügig losfahren und sich im Stadtverkehr souveräner bewegen kann. Besonders beim Einfädeln in den Verkehr oder an leichten Steigungen macht zusätzliche Leistung einen spürbaren Unterschied. Der NQi Sport ist deshalb für uns 2026 nicht mehr einfach nur ein gemütlicher Einstiegsroller, sondern wirkt technisch deutlich erwachsener.

Eine weitere große Neuerung betrifft das Akkusystem. Der NQi Sport MY26 wird standardmäßig mit einem herausnehmbaren 72-V-/28-Ah-Akku mit rund 2.016 Wh ausgestattet. Besonders interessant ist dabei, dass ein zweiter Akku eingesetzt werden kann. Damit lässt sich die Gesamtkapazität auf rund 4.032 Wh verdoppeln. NIU nennt mit zwei Akkus unter idealisierten Testbedingungen eine maximale Reichweite von etwa 120 bis 130 Kilometern. Das finden wir besonders spannend, weil dadurch zwei sehr unterschiedliche Nutzungsszenarien möglich werden. Wer hauptsächlich kurze Strecken zur Arbeit, zum Einkaufen, zur Ausbildung oder innerhalb der Stadt fährt, kommt möglicherweise bereits mit einem Akku gut zurecht. Wer dagegen regelmäßig längere Strecken zurücklegt, kann das System mit einem zweiten Akku erweitern. Damit muss man nicht zwangsläufig von Anfang an eine maximale Akkukapazität kaufen, die man vielleicht gar nicht benötigt.

Bei der Reichweite ist uns allerdings wichtig, realistisch zu bleiben. Die Herstellerangabe von bis zu 130 Kilometern ist keine garantierte Alltagsreichweite. Faktoren wie Außentemperatur, Fahrergewicht, Zuladung, Gegenwind, Steigungen, häufiges Beschleunigen, dauerhaft hohe Geschwindigkeit, Fahrmodus und Reifendruck beeinflussen den tatsächlichen Verbrauch. Wer überwiegend mit maximaler Geschwindigkeit unterwegs ist, sollte daher nicht mit der theoretischen Maximalreichweite kalkulieren. Trotzdem ist die Möglichkeit, einen zweiten Akku einzusetzen, für uns eine der stärksten Verbesserungen des MY26, weil sich der Roller dadurch wesentlich flexibler an den eigenen Alltag anpassen lässt.

Auch das Thema Laden bleibt alltagstauglich gelöst. Der Akku kann entnommen und beispielsweise in der Wohnung, im Büro oder an einem anderen geeigneten Ort geladen werden. Das ist besonders für Fahrer interessant, die keine Steckdose direkt am Stellplatz haben. Ein einzelner Akku wiegt laut Hersteller rund 15,4 Kilogramm. Das sollte man bei der Kaufentscheidung durchaus berücksichtigen. 15 Kilogramm lassen sich tragen, aber wer den Akku jeden Tag mehrere Stockwerke ohne Aufzug hochtragen muss, sollte sich vorher überlegen, ob das dauerhaft zum eigenen Alltag passt. Für uns gehört genau so ein Punkt zu einer realistischen Beratung dazu.

Sehr deutlich sichtbar ist die Veränderung am Cockpit. Der NIU NQi Sport MY26 bekommt ein 5 Zoll großes TFT-Farbdisplay, das den Roller wesentlich moderner wirken lässt als die vorherige Generation. Auf dem Display können unter anderem Geschwindigkeit, Akkustand, Reichweiteninformationen, Fahrdaten und Navigationsinformationen dargestellt werden. Gerade die Navigation finden wir im Alltag interessant, denn wer einen Elektroroller regelmäßig in der Stadt benutzt, möchte nicht unbedingt jedes Mal ein Smartphone in einer zusätzlichen Halterung befestigen. Eine Navigation direkt im Cockpit wirkt aufgeräumter und ermöglicht es, wichtige Informationen im Sichtbereich zu behalten.

Zusammen mit dem neuen Display hält auch die NIU Link Crown Einzug in den NQi Sport. Dabei handelt es sich um ein Bedienelement am Lenker, über das sich verschiedene Funktionen des Rollers steuern lassen. Das Prinzip gefällt uns, weil moderne Fahrzeuge zwar immer mehr Funktionen bekommen, diese während der Fahrt aber trotzdem möglichst einfach erreichbar sein müssen. Über die Link Crown können Menüs und Funktionen des Cockpits bedient werden, ohne dass man ständig am Display herumtippen muss. Das System ist außerdem auf die Smartphone-Integration ausgelegt. Je nach Funktion können Navigation, Musik, Fahrinformationen oder weitere verbundene Dienste eingebunden werden. Damit kommt ein Bedienkonzept in den NQi Sport, das deutlich moderner wirkt als beim Vorgänger.

Der neue NQi Sport bietet außerdem insgesamt fünf Fahrmodi: E-Save, Dynamic, Sports, Master und Wet. Damit lässt sich der Roller stärker an die jeweilige Situation anpassen. Ein sparsamer Modus kann beispielsweise interessant sein, wenn möglichst viel Reichweite benötigt wird, während ein sportlicherer Modus die verfügbare Leistung direkter abrufbar macht. Besonders interessant finden wir den Wet-Modus, denn gerade auf nassem Asphalt ist ein möglichst kontrollierbares Ansprechverhalten sinnvoll. Zusammen mit der neuen Traktionskontrolle ergibt das ein stimmiges Gesamtpaket.

Die Traktionskontrolle, kurz TCS, gehört für uns zu den sinnvollsten Neuerungen des NQi Sport MY26. Elektromotoren stellen ihr Drehmoment sehr unmittelbar zur Verfügung. Auf trockenem Asphalt macht genau das viel Spaß, auf nasser Fahrbahn, Kopfsteinpflaster, Laub oder anderen rutschigen Untergründen kann ein plötzliches Durchdrehen des Hinterrads allerdings unangenehm werden. Hier greift die Traktionskontrolle ein und unterstützt dabei, die Kraft kontrollierter auf die Straße zu bringen. Für einen Roller, der täglich und vielleicht auch bei schlechtem Wetter genutzt wird, ist das für uns ein echter Mehrwert.

Beim Bremssystem sollte man dagegen genau hinsehen. Der NQi Sport MY26 besitzt hydraulische Scheibenbremsen vorne und hinten sowie ein CBS, also ein Combined Braking System. Das sollte man nicht mit einem ABS verwechseln. CBS kombiniert beziehungsweise verteilt die Bremswirkung zwischen Vorder- und Hinterrad, während ein klassisches Antiblockiersystem aktiv das Blockieren eines Rades beim starken Bremsen verhindert. Für die 45-km/h-Klasse ist die Ausstattung des NQi Sport insgesamt umfangreich, trotzdem ist dieser Unterschied bei der Kaufentscheidung erwähnenswert.

Auch beim Komfort hat NIU deutlich nachgelegt. Mit Auto Hold bekommt der NQi Sport eine Funktion, die man aus vielen Autos kennt. Steht man beispielsweise an einer Steigung oder an einer Ampel, kann das Fahrzeug gehalten werden, ohne dass man dauerhaft mit der Bremse arbeiten muss. Auf dem Papier klingt das zunächst nach einer Kleinigkeit, aber wer regelmäßig im Stadtverkehr unterwegs ist und ständig an Ampeln, Kreuzungen oder Steigungen hält, kann eine solche Funktion schnell zu schätzen lernen. Für uns ist genau das typisch für den neuen NQi Sport: Viele Verbesserungen sind nicht dafür gedacht, auf einem Datenblatt spektakulär auszusehen, sondern sollen den Roller im täglichen Einsatz angenehmer machen.

Ebenfalls neu ist eine Rückfahrhilfe. Natürlich sprechen wir hier nicht über einen schweren Tourenroller, trotzdem kann das Rangieren eines Elektrorollers auf abschüssigem Untergrund oder in einer engen Parklücke unangenehm sein. Die Rückfahrfunktion bewegt den Roller kontrolliert im langsamen Tempo rückwärts und kann gerade dann praktisch sein, wenn das Fahrzeug voll beladen ist oder der Fahrer nicht besonders groß ist.

Auch die Rekuperation spielt beim neuen Modell eine Rolle. Beim Verzögern arbeitet der Elektromotor teilweise als Generator und führt einen Teil der Bewegungsenergie zurück in das Batteriesystem. Man sollte sich davon keine Wunder bei der Reichweite erwarten, aber der größere Vorteil liegt für uns ohnehin häufig im Fahrgefühl. Je nach Einstellung kann der Roller beim Loslassen des Gasgriffs stärker verzögern. Im Stadtverkehr mit vielen Ampeln und Geschwindigkeitswechseln kann dadurch ein angenehmes und vorausschauendes Fahrgefühl entstehen.

Praktisch ist außerdem, dass trotz des Akkukonzepts weiterhin Stauraum vorhanden ist. Der NQi Sport bietet laut Hersteller 19 Liter Stauraum unter der Sitzbank. Für einen kompakten Elektroroller ist das durchaus sinnvoll, denn je nach Größe können dort Helm, Regenkleidung, Schloss, kleine Einkäufe oder andere Alltagsgegenstände untergebracht werden. Gerade bei einem Stadtfahrzeug halten wir Stauraum für wichtiger, als es in vielen technischen Vergleichen dargestellt wird. Ein Roller wird schließlich nicht nur zum Fahren benutzt, sondern soll auch im Alltag praktisch funktionieren.

Optisch bleibt der neue NQi Sport klar als NQi erkennbar, und das gefällt uns. NIU hätte beim großen technischen Generationswechsel auch das komplette Fahrzeug neu gestalten können. Stattdessen bleibt die klassische Grundform erhalten und wird technisch modernisiert. Zum Einsatz kommen unter anderem ein innenliegender Rahmen und eine Aluminium-Schwinge. Auch die größeren 14-Zoll-Räder tragen dazu bei, dass der Roller nicht wie ein extrem kleines Stadtmoped wirkt. Die Sitzhöhe liegt bei ungefähr 810 Millimetern, und der Roller ist für zwei Personen ausgelegt. Damit bleibt er ein klassischer, erwachsener Elektroroller und geht optisch nicht in Richtung E-Bike oder minimalistisches Elektromoped.

Auch beim Zugang zum Fahrzeug wird der NQi Sport moderner. Unterstützt werden unter anderem NFC, Bluetooth und weitere digitale Entsperrfunktionen. Dadurch muss nicht zwingend jedes Mal ein klassischer Fahrzeugschlüssel verwendet werden. Zusätzlich lässt sich der Roller mit der NIU-App verbinden. Je nach aktiviertem Smart-Service können beispielsweise Fahrzeugstatus, Akkudaten, Standort und Fahrinformationen über das Smartphone abgerufen werden. Für uns gehören genau diese Funktionen inzwischen zu den Punkten, durch die sich ein moderner Elektroroller von einem Fahrzeug unterscheidet, das lediglich elektrisch angetrieben wird. Auch USB-A und USB-C sind vorhanden, was besonders dann praktisch ist, wenn Smartphone, Navigation und digitale Funktionen regelmäßig genutzt werden.

Für uns ist der neue NQi Sport vor allem für Fahrer interessant, die einen unkomplizierten Elektroroller für den täglichen Einsatz suchen, aber nicht auf moderne Ausstattung verzichten möchten. Pendler profitieren von der flexiblen Akkulösung, Stadtfahrer von kompakten Abmessungen, Rückfahrhilfe, Auto Hold und Stauraum. Durch den optionalen zweiten Akku wird der NQi Sport gleichzeitig für Nutzer interessanter, denen die Reichweite eines typischen 45-km/h-Elektrorollers bisher zu knapp war. Auch für Ganzjahresfahrer ist die Kombination aus Traktionskontrolle, Wet-Modus und moderner Elektronik interessant.

Wenn wir die Änderungen zusammenfassen, sind für uns vor allem fünf Dinge entscheidend: deutlich mehr Leistung, das flexible Akkukonzept, das neue TFT-Cockpit, die zusätzlichen Sicherheitsfunktionen und der gesteigerte Komfort. Der Sprung auf das 72-Volt-System und bis zu 3,8 kW maximale Leistung verändert den Charakter des Rollers deutlich. Mit dem optionalen zweiten Akku kann die Reichweite an den persönlichen Bedarf angepasst werden, und das neue 5-Zoll-TFT-Display mit Navigation und Link Crown macht den NQi Sport wesentlich moderner. Gleichzeitig sorgen TCS, Wet-Modus, CBS, Auto Hold, Rückfahrhilfe, NFC-Zugang und Smartphone-Anbindung dafür, dass sich das Gesamtpaket deutlich erwachsener anfühlt als beim Vorgänger.

Natürlich gibt es trotzdem Punkte, die man vor dem Kauf berücksichtigen sollte. Die maximale Reichweite bleibt ein Idealwert, ein Akku ist mit rund 15,4 Kilogramm nicht gerade leicht und CBS ist kein ABS. Wer diese Punkte realistisch einordnet, bekommt mit dem NIU NQi Sport MY26 jedoch einen sehr interessanten Elektroroller für den täglichen Einsatz.

Unser Fazit fällt deshalb klar aus: Der NIU NQi Sport MY26 gehört für uns zu den spannendsten Überarbeitungen innerhalb der aktuellen NIU-Modellpalette. NIU hat nicht einfach nur versucht, einem bekannten Modell ein moderneres Display zu verpassen, sondern genau die Bereiche überarbeitet, die im Alltag eines Elektrorollers besonders wichtig sind: Leistung, Reichweite, Bedienung, Sicherheit und Komfort. Das neue 72-Volt-System sorgt für deutlich mehr Leistungsreserven, mit einem optionalen zweiten Akku lässt sich die Reichweite erheblich erweitern und das neue TFT-Cockpit inklusive Navigation bringt den NQi Sport technisch auf einen wesentlich aktuelleren Stand. Gleichzeitig zeigen Funktionen wie Traktionskontrolle, Wet-Modus, Auto Hold und Rückfahrhilfe, dass NIU den Roller nicht nur für kurze Schönwetterfahrten entwickelt hat.

Besonders gut gefällt uns dabei, dass der typische Charakter des NQi erhalten geblieben ist. Man bekommt weiterhin einen klassischen, kompakten und alltagstauglichen Elektroroller – nur mit deutlich modernerer Technik. Wer einen 45-km/h-Elektroroller für den täglichen Weg zur Arbeit, für Erledigungen in der Stadt oder als Alternative zum Zweitwagen sucht, sollte sich den NQi Sport MY26 deshalb definitiv genauer ansehen.

Unser Gesamturteil: Der NIU NQi Sport MY26 ist technisch dort angekommen, wo wir einen modernen Elektroroller dieser Klasse sehen möchten. Mehr Leistung, ein flexibleres Akkukonzept, ein deutlich besseres Cockpit und sinnvolle Assistenzfunktionen machen ihn erheblich vielseitiger als seinen Vorgänger. Der NQi Sport versucht nicht, ein Motorrad zu ersetzen. Er will ein moderner, unkomplizierter und alltagstauglicher Begleiter für den täglichen Stadtverkehr sein – und genau darin liegt seine Stärke.

>>> Jetzt im Shop ansehen <<<

Related Posts

NIU NQiX 500 Modelljahr 2025 → 2026: VERGLEICH
June 26, 2026
NIU NQiX 500 Modelljahr 2025 → 2026: VERGLEICH

Mit dem NQiX 500 MY26 bringt NIU ein überarbeitetes Modell auf den Markt, das sich vor allem durch mehr Reichweiten-Flexibilität...

Weiterlesen
NIU NQiX 150 Modelljahr 2025 → 2026: VERGLEICH
June 26, 2026
NIU NQiX 150 Modelljahr 2025 → 2026: VERGLEICH

Mit dem NQiX 150 MY26 kommt ein deutlich weiterentwickeltes Modell auf den Markt, das den beliebten NQiX 150 MY25 in...

Weiterlesen
Drawer Title

This website uses cookies to ensure you get the best experience on our website.

Ähnliche Produkte